Das Herrenhaus Liebau
300 Jahre Geschichte

Video Lichterfest

Über uns

Der verträumte Ort Liebau mit seinem mittelalterlichen Burgkomplex, Herrensitz und Dorf mit dem gesamten Umfeld bis zum Mündungsgebiet der Flussläufe der Weißen Elster und der Trieb, repräsentiert eine über 1000-jährige Siedlungsgeschichte. Der Verein LandVogtLand richtet seine Bemühungen darauf, dieses Gebiet mit seiner bedeutenden Kulturgeschichte aufzuwerten. Besonderes Augenmerk richtet der Verein dabei auf den Erhalt des Herrenhauses Liebau, dessen Abriss durch die Gemeinde Jocketa schon beschlossene Sache war. Mit der Vereinsgründung und der Übernahme des Herrenhauses Liebau konnte der Abriss dieses regionalhistorisch bedeutenden Denkmals verhindert werden.

Unser Verein stellt sich folgende Ziele:

Bestandssicherung und Instandsetzung der vorhandenen Gebäudesubstanz des Herrenhauses
Herstellen der Benutzbarkeit für Veranstaltungen verschiedener Art (z.B. Musik, Lesungen)
Erhalt des kulturhistorisch bedeutenden Teils des Rittergutes
Aufzeigen eines Sinnzusammenhangs der vorhandenen historischen Siedlungsstätten um die Talsperre Pöhl mit Schwerpunkt Umgebung Liebau
Erhalt von Herrenhausarchitektur

Herrenhaus um 1800

Historisches

Burg Liebau

Erstmalig zu finden ist die Burg Liebau in historischen Dokumenten als „castrum lubawe“ im Jahr 1327. In ihrer Ruine, wie wir sie heute betrachten können, sind nur Reste des Bauwerkes mit einem Ausmaß von etwa 20 bis 25 Metern zu, das während seines Bestehens mehrere Umbauten erlebte. Drei Kernwerke sind noch deutlich, Turm sowie Ring- und Umfassungsmauern sowie Abschnittsgräben von 5 bis 6 Metern Breite und 2 Metern Tiefe. Als namentlich erste Besitzer der Burg um 1430 gilt die Familie Wallmann, eine im Vogtland damals bekannte Adelsfamilie. Ab etwa 1441 saßen nacheinander verschiedene Vertreter der Familie von Dölau auf Liebau und verblieben dort mit einer kurzen Unterbrechung bis 1725, wobei zeitweise Schloss Ruppertsgrün als Hauptwohnsitz gewählt wurde. Im Jahre 1742 zog die letzte Bewohnerin der unbewohnbar gewordenen Burg Liebau, Frau Johanna Charlotte von Beust, die Schwester der bereits verstorbenen Frau Sophia Christiana von Dölau, in das alte Herrenhaus Liebau.

Das neue Herrenhaus

Im Jahre 1862 erwarb der Ronneburger Kaufmann Carl Traugott Sieber das Rittergut Liebau mit dem Vorwerk Jocketa, das seit 1865 von dessen Sohn Albert Oscar Sieber als Pächter bewirtschaftet wurde. Der Neubau des Herrenhauses begann 1870. Der Besitz ging 1871 an Carl Traugott Siebers Sohn, den Ronneburger Kommerzienrat Johann Carl Sieber. Die Fertigstellung des neuen Herrenhauses wurde 1876 im Flurbuch vermerkt. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Neu-bau an der Stelle eines älteren Herrenhauskomplexes ausgeführt wurde. Überlieferte alte Stiche von 1823 und 1856 zeigen mindestens zwei verschiedene ältere Herrenhäuser. 1891 verkaufte Johann Carl Sieber den Besitz an seinen Sohn, den Landwirt Philipp Otto Sieber. Nach dessen Tod 1910 wurde das Rittergut von der Witwe, Frau Elisabeth Meta Sieber, für ihre vier Kinder weitergeführt, bis 1941 ihr Sohn Philipp Hermann Sieber den Besitz übernahm.

Bodenreform

1945 hatte das Rittergut Liebau 212 Hektar, davon 81 Hektar Wald, 49 Milchkühe, 35 Stück Jungvieh, acht Zuchtschweine, zwei Eber, zwei Bullen, neun Pferde, 14 Hühner, acht Gänse. Seit 1926 wurde durch das Gut Elitesaatgut angebaut. Nach der Enteignung im Herbst 1945 wurden an neun Neubauern je etwa 10 Hektar landwirtschaft-liche Nutzfläche und verschiedene Tiere verteilt. Vier Kleinbauern wurden aufgestockt und 24 Einwohner erhielten Kleinsiedelgrundstücke. Im Restgut von 15 Hektar, das vorerst für den letzten Eigentümer des Rittergutes vorgesehen war, verblieben 18 Kühe, 23 Stück Jungvieh, ein Pferd und zwei Sauen. Das Mobiliar wurde listenmäßig erfasst und verteilt, lediglich die Kücheneinrichtung verblieb für evtl. Flüchtlinge.

Zeittafel

12. Jahrhundert Grenzbefestigung des Dobna-Gaues in Alt-Liebau
1327 Erste urkundliche Erwähnung als „castrum lubawe“
1430 Adelsfamilie Wallmann gilt als Besitzer der Burg Liebau
1441 Familie von Dölau (damals auch von Dolen oder von Doelaw geschrieben) in Liebau nachweisbar
nach 1500 Umbau in ein Renaissance-Schlösschen unter Georg von Dölau oder unter seinen Söhnen
1640 Schwedische Truppen plündern das Schloss und stecken den Treppenturm in Brand, der 1644 wieder aufgebaut wird
bis 1725 Sophia Christiana von Dölau, die Witwe des Gottlob Christian von Dölau, lebt auf Schloss Liebau
bis 1742 Johanna Charlotte von Beust, verwitwete Schwester der Sophia Christiana von Dölau, lebt auf Schloss Liebau und zieht danach in das Herrenhaus
danach Verfall der Anlage, Bauern entnahmen Steine u. a. zum Bau von Gehöften
1744 – 1862 Wechselnde Besitzer, u. a. Kaufmänner aus Plauen und Greiz
1862 Kaufmann Carl Traugott Sieber aus Ronneburg übernimmt Liebau und beginnt 1870 mit dem Bau des neuen Herrenhauses
1871 Kommerzienrat Johann Carl Sieber aus Ronneburg tritt das Erbe seines Vaters an und vollendet den Bau des neuen Herrenhauses
1876 Fertigstellung des neuen Herrenhauses wird im Flurbuch vermerkt
1891 Landwirt Philipp Otto Sieber kauft Liebau von seinem Vater
1910 Frau Elisabeth Meta verw. Sieber führt das Rittergut für ihre vier Kinder weiter (Erbengemeinschaft)
1941 Philipp Hermann Sieber übernimmt das Rittergut
1945 Enteignung in Folge der Bodenreform
danach Herrenhaus wird geplündert, zeitweise für Wohnzwecke genutzt, später dem Verfall preisgegeben
2006 LandVogtLand Historischer Verein an der Burgruine Liebau e. V. gründet sich, um das Herrenhaus als kulturhistorisches Kleinod zu erhalten

Veranstaltungen

Osterbasteln

Bastelspass und Osterüberraschung für Kinder

Lesung mit Renate Preuß

Autorenportrait der Schriftstellerin aus Riesa

Tag des offenen Denkmals

Herbstleuchten entfällt !

Kalendertürchen

Lage

Anfahrt und Adresse

LandVogtLand
Historischer Verein an der Burgruine Liebau e.V.
Liebau 11
08543 Pöhl

Ziele

Hier einige Ziele die wir umsetzen möchten

Ziele des Vereins für die Zukunft

- weitere Instandsetzung der vorhandenen Gebäudesubstanz des Herrenhauses Liebau
- Ausbau zur anschließenden kulturellen Nutzung (kleinere Musikveranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen u.a.)
- Erhaltung des kulturhistorisch bedeutenden Teils des Rittergutes
- Aufzeigen eines Sinnzusammenhangs der vorhandenen historischen Siedlungsstätten um die Talsperre Pöhl mit Schwerpunkt Umgebung Liebau
- Erhalt von Herrenhausarchitektur

Sponsoren

Spenden

Spenden per Überweisung

Sie haben die Möglichkeit, unsere Projekte und Hilfsmaßnahmen durch einen einmaligen, von Ihnen festgelegten Spendenbetrag oder durch regelmäßige Zuwendungen zu unterstützen.

Geben Sie dazu bitte im Verwendungszweck Ihre vollständige Adresse an, damit wir Ihnen eine Spendenquittung zusenden können.
Spendenkonto:
Sparkasse Vogtland
IBAN: DE05 8705 8000 3000 0045 71
BIC: WELADED1PLX

Impressum

LandVogtLand e.V.
Liebau 11
08543 Pöhl

Telefon: 01623634717
E-Mail: info@landvogtland.de

Vertreten durch den Vorstand:
Martin Karberg
Matthias Melitzki
Philipp Sieber

Registereintrag:
Eingetragen im Vereinsregister.
Registergericht: Amtsgericht Plauen
Registernummer: VR1232

Umsatzsteuer-ID:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nach §27a Umsatzsteuergesetz:
223/140/04128



Disclaimer – rechtliche Hinweise

§ 1 Warnhinweis zu Inhalten
Die kostenlosen und frei zugänglichen Inhalte dieser Webseite wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Der Anbieter dieser Webseite übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten kostenlosen und frei zugänglichen journalistischen Ratgeber und Nachrichten. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung des Anbieters wieder. Allein durch den Aufruf der kostenlosen und frei zugänglichen Inhalte kommt keinerlei Vertragsverhältnis zwischen dem Nutzer und dem Anbieter zustande, insoweit fehlt es am Rechtsbindungswillen des Anbieters.

§ 2 Externe Links
Diese Website enthält Verknüpfungen zu Websites Dritter ("externe Links"). Diese Websites unterliegen der Haftung der jeweiligen Betreiber. Der Anbieter hat bei der erstmaligen Verknüpfung der externen Links die fremden Inhalte daraufhin überprüft, ob etwaige Rechtsverstöße bestehen. Zu dem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Der Anbieter hat keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der verknüpften Seiten. Das Setzen von externen Links bedeutet nicht, dass sich der Anbieter die hinter dem Verweis oder Link liegenden Inhalte zu Eigen macht. Eine ständige Kontrolle der externen Links ist für den Anbieter ohne konkrete Hinweise auf Rechtsverstöße nicht zumutbar. Bei Kenntnis von Rechtsverstößen werden jedoch derartige externe Links unverzüglich gelöscht.

§ 3 Urheber- und Leistungsschutzrechte
Die auf dieser Website veröffentlichten Inhalte unterliegen dem deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht. Jede vom deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht nicht zugelassene Verwertung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters oder jeweiligen Rechteinhabers. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Einspeicherung, Verarbeitung bzw. Wiedergabe von Inhalten in Datenbanken oder anderen elektronischen Medien und Systemen. Inhalte und Rechte Dritter sind dabei als solche gekennzeichnet. Die unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe einzelner Inhalte oder kompletter Seiten ist nicht gestattet und strafbar. Lediglich die Herstellung von Kopien und Downloads für den persönlichen, privaten und nicht kommerziellen Gebrauch ist erlaubt.

Die Darstellung dieser Website in fremden Frames ist nur mit schriftlicher Erlaubnis zulässig.

§ 4 Besondere Nutzungsbedingungen
Soweit besondere Bedingungen für einzelne Nutzungen dieser Website von den vorgenannten Paragraphen abweichen, wird an entsprechender Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen. In diesem Falle gelten im jeweiligen Einzelfall die besonderen Nutzungsbedingungen.

Quelle: Impressum Generator von JuraForum.de